Drogen und Meditation (The Beatles Anthology S. 262)
NEIL ASPINALL: Alle, die zum Maharishi gingen, waren wie auf Sgt. Pepper, wo am Ende alle Schnurrbärte hatten. Vieles basierte auf dem Prinzip „Folge dem Anführer“ (wer auch immer gerade der Anführer war). Einer ließ sich einen Schnurrbart wachsen, und so zogen alle anderen nach. Wenn jemand Schlaghosen trug, trugen innerhalb weniger Wochen alle Schlaghosen. Ich glaube, für einige von uns war das Maharishi ähnlich, aber für George war es eine ernste Angelegenheit.
GEORGE HARRISON: Ich konnte nicht wirklich für die anderen und ihre Erfahrungen sprechen, aber da wir alle gemeinsam aus Liverpool kamen und alles zusammen durchgemacht hatten, gab es ein kollektives Bewusstsein innerhalb der Beatles. Ich ging davon aus, dass die anderen mit dem, was jeder von uns fühlte, im Wesentlichen übereinstimmten. Also gab ich John, Paul und Ringo alle Bücher über Yogis. Und als wir Maharishi trafen, besorgte ich ihnen allen Karten, fragte sie aber nie wirklich nach ihren Gedanken oder Erfahrungen.
In Bangor gaben wir eine Pressekonferenz, auf der wir verkündeten, dass wir mit den Drogen aufgehört hätten. Das lag nicht wirklich an Maharishi. Es entsprang meinem Wunsch, die Meditationserfahrung zu vertiefen. Ich machte ohnehin Yogaübungen, um Sitar spielen zu lernen. Ich war schon ein Stück weit gekommen, und dann kam Maharishi in mein Leben, genau zu dem Zeitpunkt, als ich Meditation ausprobieren wollte.
JOHN LENNON: Hätten wir Maharishi vor unserem LSD-Trip getroffen, hätten wir es nicht gebraucht. Wir hatten schon vor dieser Meditationssache mit den Drogen aufgehört. George erwähnte, dass er damit aufhören würde, und ich sagte: „Na ja, es schadet mir ja nicht. Ich mache weiter.“ Aber dann dachte ich plötzlich: „Ich kenne das ganze Theater. Es hat keinen Sinn, und was, wenn es doch irgendetwas mit meinem Körper oder meinem Gehirn anstellt?“ Dann schrieb mir jemand, dass da oben etwas passiert, ob man es nun mag oder nicht, ob man Nebenwirkungen spürt oder nicht. Also beschloss ich, dass ich, falls ich jemals jemanden treffen sollte, der mir die Antwort geben könnte, nichts mehr hätte, womit ich mich befassen könnte.
Wir bereuen den LSD-Trip nicht. Es war ein Zwischenschritt. Aber jetzt sollten wir in der Lage sein, Dinge selbst zu erleben, anstatt sie künstlich mit einem falschen Zwischenschritt wie Drogen zu erzwingen.



